Brochhagen, November 2008
Castellanus und Cumulonimbus…
sind weder Wächter eines alten Schlosses, noch der neue Rennbesen von Harry Potter. Es handelt sich schlichtweg um Wolken.
Die Bildung von Wolken kann ein beeindruckendes Schauspiel sein. Sich immer wieder ändernde oder auflösende Formen regen den unbedarften Betrachter vielleicht zur Fantasie an, helfen dem Fachmann bei der Klassifizierung oder unterstützen den Beobachter bei seinen Rückschlüssen auf das kommende Wetter.
Die Entstehung der Wolken und der damit verbundene Kreislauf (Wasser verdunstet, steigt mit warmer Luft nach oben, Luft kühlt sich ab, weniger Wassermoleküle haben Platz, Luft ist also gesättigt, es entstehen Wolken, es regnet und das ganze Spielchen beginnt von vorne) ist wohl den meisten Lesern im Groben bekannt.
Was vielleicht noch nicht alle wissen: 1803 hat der englische Admiral Howard die Wolken erstmals in 4 Grundarten eingeteilt: Cirrus (Haarlocke), Stratus (glatte Schicht), Cumulus (Haufen) und Nimbus (Schleier).
Diese Grundarten werden inzwischen nach internationalen Abkommen(was man doch so alles festlegen kann!) auf 4 „Wolkenfamilien“ verteilt (je nach Höhe, in der die Wolken schweben), die wiederum aus 10 Gattungen bestehen, die dann in 27 Wolkenarten aufgeteilt sind. Ganz schön kompliziert, oder?
All das muss uns aber gar nicht interessieren, wenn wir den Himmel über Brochhagen beobachten. Derzeit ist er zwar häufig grau aber im Laufe des vergangenen Jahres strahlte er oft in den schönsten blau, rot und orangefarbenen Tönen und sicher wird er uns auch in Zukunft noch einiges an überraschenden Anblicken bieten können.
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